Das etwas andere „Kollektiv“

Posted on Posted in Blogbeitrag

Für unser Interview mit premiumcola hat sich Uwe, der Gründer, extra die Mühe gemacht nach Karlsruhe zu kommen. Natürlich mit der Bahn und nur, weil er die Bahncard 100 sowieso für die Arbeit braucht. Außerdem passt die Bahn ganz gut, da er hauptsächlich unterwegs oder in seiner Wohnung arbeitet.

 

Premiumcola stellt, wie der Name schon sagt, vor allem Cola her.
Das Besondere daran? Alles.

Mal abgesehen davon, dass die Cola gut schmeckt und mehr Koffein beinhaltet als alle anderen, versucht das Unternehmen so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Das bedeutet zum einen, dass alle Entscheidungen im Kollektiv getroffen werden, welches aus Abnehmern, Lieferanten, Gastronomen und potenziell allen besteht, die in Berührung mit der Cola oder einem der Mitarbeiter kommen.
Wir Interviewer, Katya und Maria, sind mittlerweile auch im Kollektiv ☺
Die Kommunikation läuft komplett über Email, und solange konstruktive Gegenargumente kommen, wird nichts entschieden. Das sind echt viele Emails und es ist unglaublich zeitaufwendig, aber so demokratisch wie möglich – und die gefundenen, langanhaltenden Kompromisse mit allen Beteiligten sind den Aufwand wert.

 

Beeindruckt hat uns unter anderem der Einheitslohn. Uwe darf als offizieller Inhaber nicht mehr verdienen als der LKW-Fahrer. Das ist eine komplett andere „Herangehensweise an die Wirtschaft, wo üblicherweise der, der das Geld hat, bestimmt wo es lang geht. Man teils das, was man hat, jedoch auch das Risiko, in das man verfällt.“ (Uwe Lübbermann, Premiumcola)

Aber nicht nur hier gibt es eine neue Perspektive auf die Wirtschaft. Premiumcola hat für seine kleinen Abnehmer einen „Antimengenrabatt“ eingeführt, denn warum sollten die, die sowieso schon viel haben, noch mehr bekommen?

Oder die Gründungshilfe: Uwe hat schon 13 Gründungen begleitet, acht davon sind abgeschlossen und alle haben überlebt. Hast du keine Angst vor Konkurrenz? fragten wir ihn – Nein, denn „Wenn wir denen bei der Gründung helfen, gibt es mehr davon, und dann habe ich sie als Partner – gemeinsame Logistik, Austausch, etc. Wenn ich ihnen nicht helfe, ist die Chance höher, dass ich sie als Gegner habe. Ich wünsche mir generell eine Welt, in der es mehr miteinander als gegeneinander gibt.“ (Uwe Lübbermann, Premiumcola)