Ihr habt ein Fahrrad und 500 € – entwickelt drei Geschäftsmodelle

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Eine interessante Aufgabenstellung, oder? Die Lösungen der KarlsBerater und einiger Studierenden der Karlshochschule waren interessant – von dubiosen Transportgeschäften über Hunde-Taxis, Touristentouren und Lieferdienste bis hin zur Bikesharing-Plattform war alles dabei.

Es galt dabei, für jedes Geschäftsmodell einen Business Model Canvas zu entwerfen. Der Canvas (ein Tool, um ein Geschäftsmodell strukturiert auf einer Din A4-Seite darzustellen) stand im Mittelpunkt des zweitägigen Workshops unter dem Titel „Business Model Architect“. Die Teilnehmer sind der Business Architect‘s Roadmap von der Idee bis hin zur Konkretisierung gefolgt und haben auf diesem Weg einige Business Models untersucht, verstanden und selbst erarbeitet.

 

Allein den Begriff des „Business Model“ oder „Geschäftsmodell“  zu definieren ist schon schwierig genug. Fragt man zehn Personen, erhält man vermutlich 15 verschiedene Antworten. Die Ausgangsfrage also: „Was ist ein Geschäftsmodell?“

Die wichtigsten Elemente – so haben es die Teilnehmer des Workshops definiert – sind demnach die Idee, das Schaffen eines Mehrwerts und Verständlichkeit. Um einen gemeinsamen Nenner zu bilden, hielt man sich an Osterwalders Definition, die diese Elemente (zumindest ansatzweise) miteinschließt:
A Business Model „describes the rationale of how an organization creates, delivers, and captures value“ (nach Osterwalder, 2010)
Nachdem diese Frage geklärt war,  wurden verschiedene Unternehmen durch den Canvas gejagt – aber natürlich nicht nur große Unternehmen wie Skype, Sonys PlayStation oder Billigflieger, sondern auch das Geschäftsmodell der KarlsBeratung.

Design-Thinking war das Stichwort – vom Kunden her denken. Es geht heute mehr darum, den Kunden zu verstehen und ihn zu beobachten. Sobald der Kunde verstanden wurde, weiß man, für welche Werte oder Lösungen er bezahlen würde und hat somit auch schon fast die „value proposition“. Auf ein Beispiel herunter gebrochen: Wenn es um den perfekten Geldbeutel geht, sollte man sich nicht auf Produkteigenschaften wie „Ortungsfunktion“, „kompakt“ und „Leder“ fokussieren, sondern sich vielmehr die Frage stellen, wozu eine Geldbörse gebraucht wird. Gibt es andere, einfachere Lösungen? Brauchen wir Bargeld? Wie würde der Nutzer gerne bezahlen?

Wie im Workshop und auch von businessmodelalchemist.com, Alex Osterwälder erläutert ist es am Besten, mit einem „Portfolio an Geschäftsmodellen“ ausgerüstet zu sein. Es wird zwischen vier Gruppen unterschieden, die den Business Model Canvas auf unterschiedliche Arten nutzen – wobei keine davon falsch sein muss:
The Oblivious: Focus on products/value propositions alone rather than the value proposition AND the business model.
The Beginners: Use the Business Model Canvas as a checklist.
The Masters: Outcompete others with a superior business model where every one of the business model building blocks reinforce each other (e.g. Nintendo Wii, Nespresso, Dell).
The Invincible: Continuously disrupt themselves while their business models are still successful (e.g. Apple, Amazon.com).
Das Ziel der KarlsBeratung ist es nun, sich selbst mit einem Portfolio an Geschäftsmodellen auszustatten, um so auch im nachhaltigen Sinne erfolgreich agieren zu können.

Die (angehenden) KarlsBerater haben hier einige praktische Tools an die Hand bekommen, die sie in der Projektarbeit (sei es im Studium, in der KarlsBeratung oder im Beruf) direkt anwenden können.
Alles, was sie dafür brauchen: Den Business Model Canvas, Haftnotizen (aka Post-It®), Stifte und eine Kamera (aka Smartphone). So einfach können erste Business Models entworfen, getestet, verworfen, und verbessert werden.

An dieser Stelle möchten wir den Beteiligten danken, allen voran Reinhard Ematinger für den lehrreichen Workshop und den Teilnehmern für ihre Mitarbeit. Reinhard Ematinger ist unter anderem einer von weltweit nur 30 von Osterwalder zertifizierten Business Model Canvas Trainern, LEGO® Serious Play Facilitator und Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen. Er hatte sich freundlicherweise schon während der Gründung der KarlsBeratung bereit erklärt, für uns kostenfrei einen Workshop zu halten.
Wir können noch nichts versprechen, aber eventuell gibt es schon bald einen zweiten, kürzeren Workshop zu LEGO Serious Play. Dieser soll dann dazu dienen, die Studierenden mit dieser Methodik vertraut zu machen.

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Weiterführende Links:
http://businessmodelgeneration.com/downloads/business_model_canvas_poster.pdf“>Business Model Canvas</a> (PDF-Datei des Business Model Canvas)

http://www.businessmodelgeneration.com/downloads/value_proposition_canvas.pdf“>Valueproposition-Canvas</a> (PDF-Datei des Value Proposition Canvas)

https://www.youtube.com/playlist?list=PLBh9h0LWoawphbpUvC1DofjagNqG1Qdf3″>From Idea to Business</a> (Sechs Videos zur Erklärung des Business Model Canvas)

http://www.strategyzer.com“>strategyzer.com</a> (Seite von Alex Osterwalder)

http://theleanstartup.com/“>theleanstartup.com/</a> (Seite zum ähnlichen Konzept des Lean-StartUps

https://www.udacity.com/course/ep245″
The Lean StartUp – Steve Blank (Massive Open Online Course zu diesem Thema)

Literatur:
http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/14964167/alexander_osterwalder_yves_pigneur_business_model_generation_359339474X.html?searchId=0″>Business Model Generation

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/18545430/tim_clark_alexander_osterwalder_yves_pigneur_business_model_you_3593397250.html?aUrl=90008524&amp;searchId=13″>Business Model You

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/15034110/dan_roam_blah_blah_blah_what_to_do_when_words_don_t_work_1591844592.html?aUrl=90008524&amp;searchId=26″>Blah Blah Blah

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/19271821/dan_roam_the_back_of_the_napkin_solving_problems_and_selling_ideas_with_pictures_1591842697.html?aUrl=90008524&amp;searchId=39″>Back of the Napkin

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/16741330/lisa_bodell_kill_the_company_end_the_status_quo_start_an_innovation_revolution_1937134024.html?aUrl=90008524&amp;searchId=52″>Kill the Company

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/10847809/david_sibbet_visual_meetings_0470601787.html?aUrl=90008524&amp;searchId=65″>Visual Meetings

http://www.ecobookstore.de/shop/action/productDetails/20124999/steve_blank_bob_dorf_the_startup_owner_s_manual_10_pack_the_step_by_step_guide_for_building_a_great_company_0984999396.html?aUrl=90008524&amp;searchId=78″>The StartUp Owner‘s Manual
Mehr Infos zum Workshop-Angebot der KarlsBeratung gibt‘s unter karlsberatung.de.